Moscheen & Festungen in Abu Dhabi - Stadt

Das Fort der Nahan-Familie ist bereits mehr als 200 Jahre alt. 1793 erbaut, war das riesige Bauwerk lange Jahre Regierungssitz und Wohnort der Herrscher. Bedeutsam ist sein Standort, wurde doch an seiner Stelle die erste Süßwasserquelle erfunden, die das Leben hier am Meer erst ermöglichte. Durch den Erdölboom fiel das gesamte Ensemble der Abrissbirne zum Opfer. 1982 besannen sich jedoch die Einwohner und man begann mit dem Wiederaufbau des Forts nach alten Plänen. Architektonisch entspricht es zwar dem Vorgängerbau. Trotz allem wirkt es durch seine weiße Fassade neu und unbenutzt.
Im Innern beherbergt es ein Museum und einzelne öffentliche Räume. Des Weiteren offeriert ein Kulturzentrum zahlreiche musikalische und folkloristische Veranstaltungen.
Von außerordentlicher Bedeutung ist die Bibliothek des Forts. Hier lagern mehr als 100.000 englischsprachige Bücher, eine Sammlung des Korans und etwa 900 englischsprachige Zeitschriften. Bestaunen lässt sich auch ein etwa 700 Jahre altes Papyrus-Manuskript.

Die Hauptmoschee der Stadt erhebt sich unübersehbar gegenüber der Cultural Foundation. Die Moschee im neoislamischen Stil mit zahlreichen kunstvoll verzierten Kuppeln leuchtet unter der arabischen Sonne und bringt ihre Gläubiger in ihren Gedanken zum Islam. Leider darf das Gebäude nur von Muslimen betreten werden. Während des Ramadan und hin und wieder zum Freitagsgebet tritt in der Großen Moschee auch der Scheich Zayed ein.

Das Heritage Village gibt den Besuchern einen Einblick in das Leben im Emirat vor 100 Jahren. Das Freilichtmuseum beginnt hinter dem National Exhibition Center an der Musafah Road und ist schon von weitem an seinen zwei großen Türmen zu erkennen. Leider nur noch in diesem Museum kann man heutzutage traditionelle Häuser aus Korallenstein und Lehm. Weitere Ausstellungspunkte sind ein künstlicher See. Er und ein darauf liegendes kleines Fischerboot veranschaulichen die Umstände der damaligen Perlentaucherei.
In weiteren Regionen im Heritage Village werden Kamelrennen veranstaltet. Auch Besucher können einen Ritt auf den Lasttieren wagen. Freitagnachmittag findet hier der Kunsthandwerksmarkt statt. Höhepunkt ist auch die Demonstration der Falkenjagd. Es kostet keinen Eintritt.

Hinweis

Außergewöhnlich auffällig ist die Sauberkeit der Stadt. Sie wird allerdings durch eine große Anzahl an Abfallbehältern erkauft. Vorsicht, hier drohen auch bei noch so einem kleinem Verstoß wie das Wegwerfen eines Taschentuchs oder einer Zigarettenstummels etwa 50 € Strafe. Wirft man Abfall aus dem Auto, so sind rund 110 € fällig. Inspektoren in Uniform und Zivil sind dafür unterwegs.

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