Geschichte von Abu Dhabi

Erst Ende des 18. Jahrhunderts siedelte im Emirat Abu Dhabi in der Nähe einer Süßwasserquelle ein Beduinenstamm der Bani Yas. Grund war die aggressive Expansion der Wahabiten, die den Beduinen an der Goldküste den Lebensraum streitig machte. 1833 löste sich Dubai von dem noch heute regierenden Clan der Al Maktum vom Emirat Dubai.
Unter dem Scheich Zayid ibn Chalifa (1855-1908) begann die Entwicklung des Emirats Abu Dhabi. Trotz der britischen Machtansprüche gelang durch ihn die Wahrung der Souveränität. Zu jener Zeit war Abu Dhabi bedeutender Handelsplatz für Perlen. Einige Jahre dauerten die Machtkämpfe um die Thronfolge an, die erst unter Scheich Schachbut (1928-1966) endeten. In den dreißiger Jahren brach durch die japanischen Zuchtperlen die Perlenfischerei zusammen. Davon erholte sich das Emirat erst durch die Entdeckung des Erdöls Ende der fünfziger Jahre.

Am 2. Dezember 1971 entlässt Großbritannien die ehemaligen Trucial States in die Unabhängigkeit. Unter der Führung des Emirats Abu Dhabi werden die Vereinigten Arabischen Emirate gegründet. 1974 führte eine Teilverstaatlichung der Ölwirtschaft zu dem sagenhaften Reichtum des Landes und der VAE.

Wichtige Regionen

Etwa 120 Kilometer von Abu Dhabi entfernt liegt die „Gartenstadt des Arabischen Golfs“ genannte Stadt Al-Ain an der Grenze zum Oman. Al-Ain ist neben ihrer herrlichen grünen Erscheinung bekannt als die Universitätsstadt des Emirats und bildet das kulturelle Zentrum des Landes. Sie besitzt einen internationalen Flughafen. Sie ähnelt ein wenig Berlin vor dem Mauerfall, ziehen sich doch in Form eines hohen Zaunes aus NATO-Draht-Rollen die Staatsgrenzen der VAE und des Oman durch die Stadt. Der omanische Teil wird Buraimi genannt. Achtung: die Grenzkontrollen stempeln die Ausreise aus den VAE beim Besuch von Oman. Daher muss man unbedingt auf einen Einreisetempel wieder bestehen.

Eine der größten Oasensysteme sind die 50 Kilometer langen Liwa-Oasen, aus denen auch die Siedler der Herrscherfamilien nach Dubai und Abu Dhabi wanderten. Zwischen Dattelpalmen und Sandwüste gelegen, stehen dort heute moderne Häuser des verbliebenen Beduinen zur Verfügung. Das Klima in den Oasen ist meist angenehmer an der Küstenregion. Zäune schützen vor frei laufenden Kamelen und Ziegen.

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